Die Veden

Die Veden gelten als die ältesten, heiligen Schriften unserer Welt.

Entstehung der Veden in Indien

In den Veden steht, dass das Wesen, welches das Universum schuf, der Menschheit die Veden übermittelte. Rishis und Seher empfingen diese Botschaften. Daraufhin trugen die Seher die Veden in die Welt. Es wurden vier Veden verbreitet, das

  • Rig Veda
  • Yajur Veda
  • Soma Veda
  • Atharva Veda

 
Überlieferung der Veden

Damals gab es noch keine Bücher. Die Inhalte der Veden wurden daher, Wort für Wort, auswendig gelernt. Und so wurden die Veden in Versen und in Liedern von Generation zu Generation weiter gegeben. Erst viel später sind die Veden von Gelehrten aufgeschrieben worden.

Das Rig Veda

Das Rig Veda, ist das größte und älteste der Veden. Es beinhaltet zehn Bücher (Mandalas), 1028 Suktas (Hymnen) und 10 572 Verse.

Im Rig Veda stehen viele Texte über Ayurveda.

Die drei Götter aus dem Rig Veda -

  • Indra,
  • Agni und
  • Soma

beziehen sich auf die drei Typen -

  • Vata,
  • Pitta und
  • Kapha

Das Rig Veda enthält viele Hymnen zu Soma. Soma ist nicht nur als eine Gottheit bekannt. Soma ist auch ein berauschendes Getränk aus Kräutern. Dieses wird zur körperlichen und geistigen Heilung verwendet. Aber im Rig Veda sind nicht nur Heilkräuter zur Herstellung von Medizin beschrieben. In diesem Veda sind auch Anleitungen für Organ Transplantationen und Operationen enthalten.

 
Ayurveda in den Veden

In allen Veden steht etwas über Ayurveda. Doch im Atharva Veda ist am meisten über Ayurveda zu finden. Darin finden sich z. B. Texte über Anatomie und Physiologie. Es werden auch genaue Krankheitsverläufe und die Behandlung von Krankheiten beschrieben.

 
Entwicklung von Ayurveda aus den Veden

In späterer Zeit, ca. 1000 - 700 Jahre vor Chr. wurde Ayurveda in acht Bereiche und zwei Schulen unterteilt. Die zwei Schulen tragen die Namen ihrer Gründer Charaka und Sushruta.

  • Die acht Spezialisierungen des Ashtanga Ayurveda.
  • und die zwei Schulen: Atreya oder Charaka Ayurveda, die Schule der Ärzte und Dhanvantari oder Sushruta Ayurveda, die Schule der Chirurgie.

 
Das Charaka und Sushruta Samhita

Der damals sehr religiöse Aspekt von Ayurveda wurde durch wissenschaftliche Forschung ergänzt. Das verstreute Wissen aus den Veden wurde gesammelt. Die Wirksamkeit überprüft und systematisiert.

Diese Werke, bzw. Sammlungen werden "Samhitas" genannt. Viele dieser Schriften existieren heute nicht mehr. Nur drei authentische Werke haben die lange Zeit überlebt und sind heute noch zu kaufen:

  • Charaka Samhita,
  • Sushruta Samhita
  • Ashtanga Samhita

Die Entstehung des Charaka und Sushruta Samhita zeigt, dass eine große Zahl von Forschung stattgefunden haben muss, bevor die Ergebnisse kategorisiert wurden. Diese Periode des Forschens muss also in der Zeit von 2000 bis 200 vor Christi stattgefunden haben. Während dieser Zeit gab es große Universitäten wie z. B. Benares und Nalanda in Indien.